Über uns

Heiner Schomburg

Dipl-Pädagoge, NLP-Master

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Ich liebe meine Arbeit und sehe es als ein Geschenk, diese Arbeit machen zu dürfen. Wenn man, so wie wir, täglich mit dem Tod zu tun hat, verschieben sich mit der Zeit die Prioritäten im Leben. Man erlebt, lernt – und profitiert auf diese Weise für sein eigenes Leben.

Als junger Mann wurde ich, nach einer kurzen Verliebtheit, mit dem Tod von Ulrike konfrontiert. Ein sehr einschneidendes Erlebnis als junger Mensch. Ich habe bis heute nicht verstanden, was damals passiert ist. Der Verstand kann den Tod überhaupt nicht einordnen. Man muss ihn hinnehmen und mit ihm leben lernen.

Durch meine Arbeit als Bestatter lerne ich immer ein bisschen mehr über Gevatter Tod. Ich habe schon viele Tote gesehen, in ganz unterschiedlichen Situationen. Jeder Tod, jede/r Tote ist einzigartig und lässt mich kurz innehalten, den Moment wahrnehmen. Dann kommt die Versorgung, das Ankleiden und Herrichten. Wir sind oft die letzten, die die den verstorbenen Menschen noch sehen. Das empfinde ich als eine große Ehre.

Irgendwann wird auch mein Körper so sein. Diese Erkenntnis macht für mich vieles im Leben bewusster und auch leichter.

Ich bin gerne in der Natur, fahre im Sommer Motorrad und habe mir gerade ein E-Bike zugelegt, damit ich damit zur Arbeit fahren kann.

Lisa Schwacke

Redakteurin, Übersetzerin

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Den ersten unmittelbaren Kontakt mit den Themen Sterben und Tod hatte ich, als mein Vater vor einigen Jahren recht überraschend starb. Was mir in dieser Zeit Halt gab, war neben der Unterstützung meiner Liebsten die Begleitung durch die Bestatterin. Sie nahm sich viel Zeit und gab uns als Familie ungeahnt viele Möglichkeiten, so dass ich diese Zeit als unglaublich wertvoll in Erinnerung behalte.

Während ich beruflich andere Wege verfolgte, reifte in den folgenden Jahren ganz leise die Idee, diese guten Erfahrungen weiterzugeben und den unvermeidbaren Tod wieder mehr ins Leben zu holen. Seit 2020 gehe ich dieser Tätigkeit nun nicht mehr nur gedanklich nach. Gemeinsam mit Angehörigen individuell den Grundstein für ihre Trauer zu legen empfinde ich als sehr besonders. Das ist eine unglaublich sinnstiftende Aufgabe.

Jeden Tag mit den Verstorbenen und ihre Angehörigen zu tun zu haben, nimmt mich immer wieder auf‘s Neue mit. Vor allem zeigt es mir aber auch, dass wir unsere Zeit nutzen sollten und erinnert mich daran, auch kleine Erlebnisse wertzuschätzen.

Wenn ich nicht im trauerraum bin, vergrabe ich mich gerne unter Büchern oder genieße die Sonne bei einem Spaziergang, beim Laufen oder Longboarden.

Chiara Abis

Auszubildende

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Seitdem ich 14 Jahre alt war, hege ich den Wunsch Bestatterin zu werden. Damals habe ich einen Film gesehen, der von einem kleinen Mädchen handelte, dessen Vater Bestatter war. Da fiel mir das erste Mal auf, dass dieser Beruf überhaupt existiert.

Mit 15 Jahren habe ich dann mein erstes Praktikum gemacht und war mir danach ganz sicher, dass ich Bestatterin werden möchte. 2020 habe ich dann meinen Traum verwirklicht und meine Ausbildung im trauerraum angefangen. Ich habe es (und tue es immer noch) als sehr besonders empfunden, Menschen ein Stück durch diese schwere Zeit begleiten zu dürfen.

Außerdem gefällt mir die Vielseitigkeit des Berufes – kein Trauerfall ist wie der andere, sie sind alle individuell, und man muss sich immer wieder auf neue Menschen einstellen. Die Vielseitigkeit zeigt sich auch in den Aufgaben: Bei der Deko kann ich mich kreativ ausleben, ich habe die Büroarbeit, handwerklich wird es beim Sarg ausschlagen und ich habe viel mit Menschen zu tun. Das alles zusammen macht diesen Beruf zu meinem Traumberuf.

In meiner Freizeit, verbringe ich gerne Zeit mit meinen Schwestern, fotografiere, zeichne, höre Hörbücher und gehe meiner Leidenschaft für Filme nach.

0421 ‐ 98 99 55 27

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